Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?

Wie Xavier Naidoo zum letzten aufrichtigen Musiker Deutschlands wurde. In Deutschland gibt es nur noch staatstreue Stars und es gibt Xavier Naidoo. Sein Song „Marionetten“ könnte zur Hymne echten Widerstands werden. Xavier Naidoo: Der letzte Rebell in diesem Land? Auf alle Fälle der letzte Promi, der noch Eier in der Hose hat und sich das Fresse halten nicht vom Unterhaltungsestablishment vergolden lässt.

Es gab eine Zeit, da war der gottesfürchtige Schmachtfetzensänger Xavier Naidoo das Aushängeschild dessen, was Popmusik knapp 70 Jahre nach ihrer Erfindung ist: Fahrstuhlsound für eine übersatte Gesellschaft, an Marketingkonzepte angepasstes Geheul, klanglich optimiert, auf Absatzkanäle konzentriert und inhaltlich um jeden Anflug an Kontroverse amputiert. Wer Naidoo hörte, war angekommen im Schröder-Deutschland, das leicht links und doch liberal, weltoffen, aber sich seiner wirtschaftlichen Bedeutung durchaus bewusst war. Wer Naidoo hörte, konnte ansatzlos auch all die anderen hören, die ständig Gesicht zeigten und mit der Macht marschierten, die Bundesverdienstkreuze kassierten, sich in die Fernsehkanäle drängten und in Jurys Platz nahmen, als ließe sich mit Singen allein nichts mehr verdienen.

Böse Menschen haben doch Lieder
Der Weg bis dahin war nicht mühsam und lang, er war nicht „steinig und schwer“, sondern gepflastert mit guten Vorsätzen. Wer deutsch sang, war zwangsläufig ein Künstler, der eine Botschaft hatte, die weltoffen war, aufgeklärt und friedlich. Der Sound dazu, gespielt von Bands, die alle gleich klangen, war globalisiert und handgemacht, edel produzierter Rockpoprap mit Bildungsanspruch. Es galt szeneübergreifend der Satz: Lange Haare ja, aber gepflegt müssen sie sein. Wo man sang, waren alle Brüder. Denn böse Menschen haben keine Lieder.

Die Rockstars früherer Tage, sie standen denn auch stets auf der Seite des Guten. Niedecken und Grönemeyer, U2 und Maffay, alle engagiert, klimafreundlich und um gerechte Steuern bemüht. Zumindest scheint es heute so, wo im Kulturradio Features die 70 wilden Jahre des Iggy Pop zelebrieren, die Sex Pistols hochleben lassen und die grundsätzliche Feindschaft der Gruppe Clash zum kapitalistischen System als eine Art fröhliche Jugendirrung wegschweigen. Rio Reiser, vom Verfassungsschutz überwacht und Sänger von Liedern, die zur Zerstörung aufriefen, ist nur noch der Interpret von „Junimond“ und von Comicrock über deutsche Könige. Die Toten Hosen, die einst lautstark gegen die staatlichen Pläne zur Atomendlagerung Front machten und ihren ersten Echo noch auf der Bühne in eine Mülltüte steckten, arbeiten am Aufbau der Gesellschaft mit.

Nur noch staatstreue Stars
Die Max Giesingers und Cluesos dagegen, die Jennifer Rostocks, Silbermonds und Annenmariekantereits, all die vom Fließband der Voice-von-Soundso purzelnden Niemande, sie alle sind immer auf der richtigen Seite. Rebellen, die den Altvorderen in Sachen Staatstreue nicht nachstehen. Sie zeigen unentwegt Courage und klare Kante gegen rechts, sie sind einsatzbereit im Dienst der Sache, sie rufen zur Wahl oder sitzen in Talkshows, dort onanieren sie nicht, und sie zücken auch keine Axt, um auf den Tisch zu schlagen.

Rockmusik, im Kindbett und ihrer Pubertät ein Aufschrei gegen die Verhältnisse, ist mit der Generation der Max Mutzkes und Ella Endlichs, mit Mark Forster, dem notorischen Udo Lindenberg und seinem Nachwuchs Bosse zum Soundtrack der gelähmten Gesellschaft geworden. Ein Sangesverein wie von der Bundeszentrale für politische Bildung erfunden, klinisch rein, rebellisch allenfalls durch eine in Bangladesch designzerfetzte Edeljeans. Die Totengräber dessen, was Rock einmal war: Gesellschaftsschreck und Provokation, Anlass für Ausschreitungen und Hoffnungslicht für alle, die nicht angepasst sein wollten.

Ein halbes Jahrhundert später hat sich die Situation komplett gedreht: „Der Mainstream in Medien und Politik ist im Zweifel deutlich links der Mitte, emanzipiert, ökologisch, nachhaltig, gendergerecht“ („NZZ“) – und so wie er ist auch der Rock. Die Bands, die im Nachhall des Aufbruchs der Jugendrebellion der 60er gegen das bürgerliche Establishment ansangen, sind längst zu Begleitkapellen einer alternativlosen Staatspolitik mit Hang zur Hypermoral geworden. Das Ergebnis ist grotesk: Die Rebellen balgen sich um Plätze im Staatsfunk. Während radikale Gesellschaftskritik von Clowns wie Xavier Naidoo vorgebracht wird.

Eine grausige Rockwelt, in der ausgerechnet der unerträgliche Fahrstuhlmusiker aus Mannheim die Fahne des Unangepassten, des Widerspruchs und der Verweigerung hochhält.

Mit einem „neuen Lied“ („Mannheimer Morgen“) hat der gottesfürchtige Schmalzspezialist sich gerade wieder auf die Spitzenposition der Hitparade als „Wut- und Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Rassist, Rechtspopulist und lupenreine Demokrat“ (Twitter) gesungen. Naidoo ist nun der Sarrazin des Deutschrock, ein Hetzer, Hasser und Zweifler, denn er fragt seine Hörer im Titel „Marionetten“, wie lange sie noch „Marionetten“ sein wollen: „Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter.“

Was darf Rockmusik?
Klingt unfassbar, denn als „Sachverwalter“ oder „Sachwalter“ bezeichnen sogenannte „Reichsbürger“ die Staatsorgane der Bundesrepublik Deutschland. Darf man als Rockstar überhaupt ein solches Wort verwenden? Darf man Anspielungen auf Puppenspieler machen? Ist eine Songzeile erlaubt, die „Alles nur peinlich – und so was nennt sich dann Volksvertreter“ lautet? Ist es gestattet, Parlamentarier „langsam und träge“ zu nennen und ihnen mit der „Forke“ zu drohen? Kann ein Rockstar „anti-staatlich“ („Mannheimer Morgen“) singen? Oder macht sich damit „im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Klima“ nicht jeder Popstar „untragbar“ („Stern“)?

Die große Frage, 60 Jahre nach Bill Haley, der immer auf der Seite der Staatskanzleien, Parteizentralen und Anzeigenverkäufer der Nachrichtenmagazine stand. Muss nicht Rock gerade heute, im Zeitalter der Zerstörung der Welt durch eine „gespaltene Gesellschaft“, mehr Puhdys als Rio Reiser sein? Den Staat stärken wie Roland Kaiser, statt ihn in Frage zu stellen wie singende Quertreiber Marke Rolling Stones, Beatles und Co? Muss nicht Rockmusik generell konstruktiv sein? Mithelfen, unsere Erde noch besser zu machen und unsere Menschen noch fröhlicher?

Campino, der vom Staatsgegner zum Groko-Fan erwachsene Hosen-Sänger, fällt das Urteil. „Merkel als Volksverräterin zu beschimpfen, ist inakzeptabel“, sagt er. Die Stadt Mannheim, Namensgeber für Naidoos Band, glaubt das auch. Sie denkt über „Konsequenzen“ für Naidoo nach. Die Grüne Jugend, Nachwuchsorganisation einer Partei im Überlebenskampf, weiß schon, welche: Entartete Kunst hat auf unseren Bühnen keinen Platz.

Quelle:„Anti-staatlich“ – Wie Xavier Naidoo zum letzten aufrichtigen Musiker Deutschlands wurde Xavier Naidoo – Marionetten

Quelle: http://npr.news.eulu.info/2017/05/13/wie-lange-wollt-ihr-noch-marionetten-sein/

Kommentare   

+5 # berger 2017-05-13 19:07
Die Musik ist doch vollkommen versfft. Es gibt hier keine
Musik mehr, die man sich anhören kann.
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+2 # Der Meister 2017-05-14 09:59
...links-grün-vegan-verschwuchtelt-Waschlappen-Sys temgaukler versifft...
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+7 # Emma D. 2017-05-14 01:02
Endlich singt jemand gegen rassistische Invasionspolitik an! Warum ist sie rassistisch? Grüne und andere Arierinnen wollen sich emanzipieren statt körperlich zu arbeiten; Putzfrau und Küchenhilfe sind für Grüninnen Unbegriffe. Also holen sie sich massenhaft Putzneger und Küchenhilfeneger ins Land. Mit denen kann man, pardon kann grünfrau alles machen, sogar biologische männliche Bedürfnisse kriminalisieren. Nach dem Abwasch hat der Mohr seine Schuldigkeit für die Grüninnen getan. Das Rassenwesen setzt sich durch, auch wenn es als Antirassismus bemäntelt wird.
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+4 # Lebensstern 2017-05-14 17:17
Gott segne ihn. Seine Musik ist schon immer gut an zu hören. Tiefe Texte finde ich Generell beeindruckend, vor allem wenn es ums Leben geht. Wie im Schiller- Album Leben " Willkommen im Leben" zu Beginn des Albums. Oder ein Musikvideo auf Youtube was ich für das Genialste halte. Lights Of Stalingrad von Electron. Klasse Musik und Klasse Video. Davon kommt man nicht mehr los. Gezeigt wird wie schrecklich die beiden großen Kriege waren und dennoch die tapferen Soldaten Heldenhaft in den Kampf gingen. Wenn auch Gegeneinander. Es gibt davon Zwei Versionen das offizielle Video und ein verstecktes Lied mit Führerstimme im Hintergrund. Das höre ich jetzt schon Zwei Jahre lang. Mit der Musik schreibe ich auch meine Manuskripte. Einfach herrlich und Aufbauend. Aber ein wirkliches Musikstück zum Aussteigen aus dem Alltag ist Mike Oldfields "Let There Be Light" Die Schöpfungsgeschichte musikalisch und herrlich befreiend, immer wenn ich mich mit meinem Raumboot beschäftige. Empfehlenswert
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+2 # Paradoxon 2017-05-14 17:25
Handbuch zum Selbsterhalt von Dir und Deinem Volk, Autorenkollektiv Götz von Berlichingen: ia600209.us.archive.org/.../...
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+2 # I. Schienhamer 2017-05-14 18:46
Von guten Künstlern, Wissenschaftlern und Unternehmern ist mehr zu erwarten als von Rabbinern und Pfaffen, die braun fressen und bunt kacken: Was ihre "C"- und Fliegenleim-"Alternativ"-Parteien aus Hitlers Kirchensteuer machen unterscheidet sich nicht von Rot-Grün. Die judäochristliche Universaltyrannei gegen die Völker im Nahen Osten und in Europa bleibt gleich, globalistisch gleischalterisch gleich, egal ob schwarzrot, schwarzgelb, gelbbläulich, rotgrün oder sonstwie lackiert. Die Deutschen arbeiten und zahlen, weil zu wenige bemerken, dass Wählen nichts anderes ist, als Schalthebel zu betätigen, die ohne Anschluss sind. Die Opfer der UN-EU-Prokrustesdiktatur werden als Täter und die Warner als Extremisten hingestellt.
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+11 # Der Meister 2017-05-16 21:05
Ministerpräsident Viktor Orbán hat offensichtlich Horst Mahler festnehmen lassen, obwohl dieser um Asyl gebeten hatte: "Ich habe am 12. Mai 2017 den Führer der Ungarischen Nation, Viktor Orbán, ersucht, mir als politisch Verfolgtem Asyl in Ungarn zu gewähren."
spiegel.de/.../...

Gut zu wissen, Viktor Orbán ist auch nur ein Diener der Jenen!
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+1 # E x H 2017-05-17 19:45
Viktor Orban ist nicht nur ein Diener der Jenen, sondern auch ein großes A-R-S-C-H-L-O-C-H!
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+5 # Paradoxon 2017-05-16 21:26 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
+5 # RAD 2017-05-17 17:24
Und hier etwas zu dem AFFENTHEATER der Frau Ursula von der Leyen ,
alias Ursula ALBRECHT .

Nun denn USCHI , na sowas aber auch , da hat doch der so dargestellte RECHTSRADIKALE Franco A. = ALBRECHT doch den selbigen Nachnamen wie du ( ALBRECHT Geburtsname von Ursula v. der Leyen ) .

Haben dich deine Handler in den Dicken Scheisshaufen laufen lassen , Uschi .
Kommt davon wenn man wegen Machtwahn und Gier ( hier die Gier nach dem höchsten Politiker Posten ) seine Synapsen nicht mehr in Normalfunktion laufen lassen kann .Karrieregeilheit in höchster Psychose , nicht die Bundeswehr ist KRANK Uschi , DU BIST KRANK .
Ihr JUNGS von der Bundeswehr , bis in die Generalitätsriege hinein , wie lange wollt ihr euch noch von PSYCHOPATHEN am Nasenring durch die Manege führen lassen , wie so ein paar armselige Tanzbären .
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+3 # RAD 2017-05-17 23:54
Keiner von euch Marionettenpolitikern kapiert derzeit wie sehr die Frequenzen des Spiegels an Energetik zulegen , und auch IHR HELFERSHELFER in Parteien und sonstiger Bürokratur der Politmarionetten bemerkt in keinster Art und Weise wie das Wasser immer höher steigt und euch mittlerweile schon bis zum Halse reicht .
Mehr wert wie GOLD meint ein Herr Gabriel ( Armer Erzengel der alten Überlieferung wie sehr wird hier dein Name in den Mist befördert ) wenn man von den Zuwanderern spricht , oh JAAAA stimmt Hundertprozentig denn genau DIESE werden euer verlogenes Hinterfotziges Kriminell und Pädophilensystem in tausende Fetzen zerreissen , aber ihr seid ja so in Synapsenfehlsteuerung das ihr euren Kopf in das weit aufgerissene Maul des Krokodiles steckt , welches das Maul nunmal aufmacht um euch zu FRESSEN und nicht um euch Anzulächeln .
Und ich grins mir einen ob soviel Blödheit von Möchtegerneliten .
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