Deutschland stirbt aus

In Deutschland werden im Jahre 2050 zwei von fünf Deutschen über 60 Jahre alt sein. Die Bevölkerung wird von 82 Millionen Einwohnern auf nur noch 75 Millionen schrumpfen.

In der alten DDR – und damit im östlichen Teil der Bundesrepublik Deutschland – sterben die Leute weg! Die Statistik und eine UNO-Studie zeigen, dass in Deutschland im Jahre 2050 zwei von fünf Deutschen über 60 Jahre alt sein werden. Gleichzeitig wird die Bevölkerung von 82 Millionen Einwohnern auf noch 75 Millionen abrutschen.

Seit 1970 sterben in Deutschland mehr Leute als geboren werden. Die Situation wird sich noch verschärfen, weil in Deutschland die Geburtenraten tiefer liegen als beispielsweise in Grossbritannien und Frankreich.

Wäre die DDR heute noch ein eigener Staat, dann würde sie die Nation mit den ältesten Bürgern auf unserem Globus sein. Mit der Wiedervereinigung hat die Bundesrepublik Deutschland diese Entwicklung „geerbt“. Mit dem Mauerfall zogen viele junge DDRler in den Westen, zurück blieben die „Alten“. Und da hatten die Zurückgeblieben sehr tiefe Neugeburten-Raten aufzuweisen.

Die Bevölkerung auf dem Gebiet der einstigen DDR wird im Zeitraum 2016 bis 2060 gemäss Hochrechnungen von 12.5 Millionen auf 8.7 Millionen schrumpfen. Besonders betroffen ist gemäss Hochrechnungen des Statistischen Amtes in Wiesbaden das Land Sachsen-Anhalt.
Deutschland hat jahrzehntelang den Geburtenmangel mit Immigration kompensiert. Das waren die Zeiten der deutschstämmigen Rückkehrer aus dem Osten. Danach kamen die Polen und Balten, die diese Lüken füllten.

Inzwischen wird die Durchschnittsbevölkerung in Polen ebenso zusehends älter und bringt nur noch wenig Neuzugang für die Bundesrepublik. Olga Pötzsch vom Statistischen Bundesamt sagt klar: „Wir brauchen weiter Immigranten, die bei uns die Lücken füllen.“ Und das vor allem, weil der Geburtenrückgang ab 2020 die Lücken/Abgänge in der Alterspyramide noch weiter aufreissen wird – siehe dazu die interaktive Grafik unten.

Die von der Bundesregierung „zugeteilten“ Flüchtlinge der letzten grossen Flüchtlingswelle können diese Lücke nicht oder nur mangelhaft schliessen, meint der zuständige Koordinator Uwe Schulze.

Gerade ein Drittel dieser Flüchtlinge sind „arbeitsfähig“. Sprachliche Barrieren, Unverständnis der westlichen (Arbeits-) Kultur, religiöse und ethische Unterschiede und mangelnde handwerkliche Qualifikationen verschärfen die Probleme noch.

Die früheren Immigranten kamen aus dem gleichen Kulturkreis, heute herrscht eine ganz andere Situation. Und haben die Asylanten ihre Niederlassungspapiere, verschwinden sie meist dorthin, wo sich schon viele ihrer Landsleute etabliert haben: nach Westdeutschland.

Für Deutschland insgesamt wird diese Alterspyramide zum Problem. Grossfirmen haben weiter Mühe, leere Stellen mit geeigneten qualifizierten Leuten zu füllen. Fachleute befürchten, dass bereits im Jahre 2030 – bedingt durch die rapide alternde Bevölkerung – zwischen fünf und sieben Millionen Arbeitskräfte fehlen werden.

Gemäss Prof. Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ist dies ein starker Bremser für weiteres Wachstum in den früheren DDR-Gebieten. Die Produktivität ist immer noch 20 Prozent geringer als in Westdeutschland, die Alterspyramide und der Wegzug in den Westen werden auch weiterhin als schmerzlicher Bremsschuh wirken.
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Interaktive Grafik

 

 

 

Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/109579-deutschland-stirbt-aus

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